www.peek-a-boo.at
pics video Podcast forum NicoLUX

N I C O L U X gestatten...

 

Auszüge aus Nico's Textbuch

aus "NicoLux" (Frühjahr 2001)

"Alles, was zählt, sind gute Momente, sonst nichts."


"Brainstorming" (Dezember 1999)

"In erster Linie folgt man einem Plan höherer Ordnung,
in dem man auch ohne eigenen Esprit im Mainstream treibt,
überlebt, doch kaum vorankommt,
wir aber, die wir durchschaut haben,
die wir nun alle auf einem Plateau sitzen,
und die abgedrehte Szenerie,
genannt der Fluss der Zeit,
verlaufend beobachten,
brauchen vor allem ein Ziel, eine Idee,
das, worauf alles bei uns hinausläuft,
wenn wir es nur wollen,
und wenn wir uns darüber im Klaren sind,
stehen uns alle Türen sperrangelweit offen,
jetzt gilt es nur noch,
die Trägheit zu überwinden, überlisten
und im Zaum zu halten.
Dann mischen wir uns jeder unter den Rest der Menschheit
und geben Gas."


aus "Skepsis" (März 2001)

"Es gibt im Leben Dinge, die kann man nicht erzwingen,
arbeiten alle Mühlen gegen dich,
wird jede Anstrengung nichts bringen,
es scheint, als spiele jemand ein Spiel mit dir,
aber auch gar nichts will gelingen,
in diesem Fall, warte die nächste Welle ab,
versuch mit der nächsten mitzuswingen.
Ein Paradoxon zieht das nächste an,
und alle Mühe wird nichts bringen. […]"


"Die Skyline Wiens" (Frühjahr 2001)

"Ich sitze, beobachte die Skyline Wiens,
das hektische Treiben,
in dem der Schnellste gewinnt,
einst Spielstätte von Falko und Mozart,
aber wer hört schon hin,
ich wünschte, die Stadt wäre voll von Musik,
wies die Soulgringos sind,
ich kann wirklich nicht verstehen,
was sich die Leute reinziehen,
was soll der Scheiß, mit dem die Plattenfirmen dealen,
keine von den gespielten Nummern,
kann zum Denken anregen oder inspirieren,
alles was die ansprechen,
sind die Reflexe von Tieren.
Fernab vom Mainstream, ist wo die Gringos musizieren.
Die Leute, sie wollens einfach,
haben nichts am Hut mit Avantgarde,
sapere aude, was ich sag,
ich ertapp mich jeden Tag,
wie ich Regeln verschieb, Wahrheiten
hinterfrag,
--- drum ist Unmündigkeit, was ich anklag.

Denk für dich selbst, du Narr,
mach dir das klar,
denn das Streben nach Weisheit
steigert das Empfinden von Glück,
denk für dich selbst, du Narr.

Ich schlender durch die Strassen,
mehr als mächtig entspannt,
schon wieder so ein Typ mit mehr Style als Verstand,
ich seh nichtssagende Gesichter
in nichtssagenden Gassen,
nur geschminkte Masken,
die dich einfahren lassen,
ich kanns nicht verstehen,
wie kann man nur so leblos leben,
soviel nehmen, sowenig geben,
existieren ohne zu streben,
definiere Ziele - dann heißts alles geben,
das Leben besteht nicht nur aus Zurücklehn',
Nichts tun und groß reden,
niemand außer dir zieht die Fäden,
wenn du nur willst,
kannst du Marionette dich freimachen wie Pinocchio,
Abenteuer erleben wie Don Quichote,
experimentieren wie Alice im Wunderland,
alle bezwingen wie Moby Dick, der weiße Wal kurzerhand,
die Großstadt ist der Märchenwald,
du hast schon einen viel zu hohen Preis bezahlt.

Denk für dich selbst, du Narr,
mach dir das klar,
denn das Streben nach Weisheit
steigert das Empfinden von Glück,
denk für dich selbst, du Narr."


"Die Hände voller Angst" (vermutlich Sommer 2000)

"Eine frische Brise weht durch einen spätsommerlichen Abend,
streicht über eine schlafende Wiese, die in einen Hügel ausläuft.
Der "blanke Wahnsinn" tritt aus der Kellergasse,
die sich entlang des Hügels schlängelt, hervor.
Ein verzaubertes Schauspiel bietet sich ihm.
Die kräftige Augustsonne senkt sich hinter dem Hügel,
die die letzten warmen Strahlen spendet, am Horizont,
das Licht versinkt in einem Baum, der am Gipfel des Hügels steht.
Als der "blanke Wahnsinn",
diese einsachtzig große 16 Jahre alte Ausgeburt des Absurden,
hypnotisiert von der Schönheit des Augenblicks, in Gedanken versinkt,
kommt ein Automobil über den Hügel geschossen und hält auf ihn zu.
Laut ist die Musik zu hören, die aus den Boxen und dem Subwoofer prescht.
Laut ist zu hören: "Wir haben dir was mitgebracht, Hass, Hass, Hass.
Wir haben dir was mitgebracht, mein Freund der Nacht.
Wir haben dir was mitgebracht, Hass, Hass, Hass."
Ungebremst schießt der silberne Streitwagen auf ihn zu.
Der noch immer verzauberte "blanke Wahnsinn" geht auf in Inspiration,
wird eins mit der Unendlichkeit der Sonne
und stürzt nieder auf die Saat des Bösen.
Der Kampf erhebt sich bis hoch in den Himmel.
Auch du kannst das beobachten.
Der große Wagen, gejagt von der Sonne; im ewigen Kampf - Tag um Tag."


Ohne Titel

"Wer macht sich die Eigenschaft zu eigen,
von klein auf Wörter einzuverleiben,
um dieses Spiel ewig voranzutreiben,
ohne je langsamer zu werden, oder gar stehen zu bleiben."


"Alle Leute fragen sich nach dem Sinn ihres Lebens,
ich sage dir, es kann nur den einen geben,
seinen persönlichen Lebenstraum zu leben,
trau dich ruhig, deinen Wünschen hinzugeben,
- denn glaubst du an deinen Traum,
ist das Glück immer zugegen,
[...] Es hilft nichts,
ständig über seine
Pläne zu reden und zu reden,
sie zu zerreden,
pack deine Sachen, pack es an."

"Wie man vor 1000 Jahren wusste,
weiß ich nur, dass ich nichts weiß,
doch Wissen ist Macht,
und zu sagen,
nichts wissen macht nichts,
ist naiv wie nur was, [...]"

"Lass dich von niemandem aus deiner Mitte bringen,
drum finde dein Gleichgewicht,
- du wirst sehen, es wird gelingen, [...]"

"Ich lehn mich zurück und zähl bis sieben,
genau die richtige Zeit um sich in den Moment zu verlieben."

"Gewalt erzeugt nur Gegengewalt,
Hass nur Hass,
drum helfe ich dem, dem ich helfen kann,
jedem der mich lässt,
meine Geduld größer als mein Mundwerk,
liebe stärker noch als hass,
das leben ist so schön,
darum gönn ich ihm keine rast,
leb ruhig, leb!
Wer weiß, wie lang du was davon hast."

"[...] Das Streben nach Weisheit steigert das
Empfinden von Glück,
pass dich nicht jedem an,
der dir seine Meinung aufdrückt,
geh deinen eigenen Weg,
mach dich nicht verrückt, [...]"


"Starke Atmosphäre, voll Gefühl und Emotion,
zumindest mein ich sie zu fühlen, in Nico's Vision."


"Ich mag den Klang deiner Stimme,
deine Sprachmelodie,
ich mag den Rhythmus deines Ganges,
jeder Schritt ist Musik,
ich steh am Ende des Ganges,
seh dir zu und genieß,
weil jede deiner Bewegungen,
majestätisch wie der Ganges fließt."


"Aufgewachsen im Osten,
in seiner Jugend roughe Großstadt und sanfte Hügeln genossen,
Exot schon als Sproß,
doch die Zukunft ist groß,
lange war nicht klar, wohin sollte er sich wenden,
aber seine Talente sprachen für sich selbst,
und die Welt braucht neue Helden."

"Ich fühl mich gut, ausgeglichen, wie Sand nach dem Sieben,
verbring eine Zeit damit,
mich in jedes Blatt, ja in jeden Stein zu verlieben.
Die ganze Welt wandelt sich,
nur Lux ist seit hunderten Jahren der gleiche geblieben
so steht's geschrieben."

"Das Leben mit der Philosophie ist ein schwieriges und kompliziertes
und dennoch schlichtes intensives.
Man kann einfach nur leben, seiner Arbeit nachgehen,
Existenz aufbauen, sterben und vererben.

Man könnte auch dreist sein, sich nehmen was man will,
andere übervorteilen, als sein Können ausspielen,
um zu gewinnen.
Man könnte sich auch hetzen und stressen,
weil man gleich sterben könnte,
und dieses und jenes unbedingt noch erledigen,
aber perfekt, schnell und dieses und jenes.

Ich vertrete eher die Ansicht, dass sich meine Sichtweise ständig ändert,
ich meine moralischen Grundsätze permanent über den Haufen haue,
aber meine vielleicht achtzig Jahre genieße im Einklang mit meiner Umwelt.
Ich will es auskosten, zu Leben - und wenn ich mein Umfeld zu sehr belaste,
such ich mir ein passenderes."

Nico Namjesky, 1982 - 2002